Ursprünglich – also am allerersten Tag, dem Einrichtungstag dieses Blogs – hatte ich mir noch vorgenommen, hier täglich etwas zu verfassen, wenn auch nur ein paar Zeilen – ein paar Gedanken zu meinem werten Befinden oder auch zur Lage der Nation. Doch nachdem ich den ersten richtigen Beitrag geschrieben hatte, lachte der mich in seiner schönen epischen Breite jedesmal, wenn mich ein Klick hierher führte, an – spöttisch wohlgemerkt und mit dem leisen Befehl, mit dem nächsten Eintrag mindestens eben soviel zu verfassen. Das hat mich jedoch jedesmal abgeschreckt, und so kam ich über die Bewunderung meines Headers eigentlich in den letzten Tagen nie heraus.

Bis heute, da ich mich schließlich dazu aufraffte, mich einfach mal hinzusetzen und drauflos zu tippen. Das kommt dann dabei heraus: ein völlig verwirrter Text ohne vernünftige Einleitung und Zusammenfassung oder auch Ausblick, vom Mittelteil ganz zu schweigen.

Derart verwirrt oder sagen wir besser: beinahe hysterisch war mir heute gegen 3:00 p.m. zumute, als sich in meiner Twitter-Timeline plötzlich Meldungen von einem Twitter-Bug häuften. Ich dachte noch, daß der mich nicht kriegen würde, als er mich schon in seinen Klauen gefangen hielt. Was war passiert? Jemand hatte wohl eine Sicherheitslücke auf der Twitter-Website geknackt und einen Bug gesetzt, in der Form eines sogenannten #Mouseover, soll heißen: Im oberen Bereich der Seite befand sich ein Link, über den man einfach nur mit dem Mousezeiger gleiten mußte und schon war’s passiert: Man hatte eben selben Link als #Retweet gesetzt und damit irgendwas in Gang gesetzt (Wer sich damit richtig gut auskennt und mir in einfachen Worten erklären kann, was genau das jetzt ausgelöst hat oder auch nicht, hinterläßt mir doch bitte eine Antwort!). Gleichzeitig hatte sich bei mir über die Seite ein grauer Schleier gelegt, der mir das Ausloggen unmöglich gemacht hat. Auch tweeten konnte ich dadurch nichts mehr – jedenfalls auf der direkten Twitter-Seite. Glücklicherweise funktionierten alle Twitter-Drittanbieter ohne Krabbeltieralarm, in meinem Fall #Echofon, eine kleine App, von der aus ich bequem drei Twitter-Accounts bedienen kann (keine Angst: ich schreibe nicht überall regelmäßig. Ich habe noch ein reales Leben!). Also wurden über #Echofon erst mal ein paar Warnungen losgeschickt, so daß die zuständigen Stellen bei Twitter schnell informiert waren und den Bug zur Schnecke machen zu können (blödes Wortspiel, ich weiß!).

Dieser Insektenangriff dauerte insgesamt vielleicht gerade einmal zehn Minuten (jedenfalls habe ich mich in etwa so lange damit beschäftigt herauszufinden, was los sei und wie ich diesen Bug von meinem Account gelöscht bekomme), aber in dieser kurzen Zeit hat er mich fast um den Verstand gebracht. Das erklärt vielleicht auch den etwas zweifelhaften Titel dieses Eintrags, denn “andere Krabbeltiere” kann sich im Grunde ja nur auf irgend etwas in meinem Kopf beziehen. Ich hoffe es nicht, werde aber in Zukunft Twitter häufiger einfach nur über #Echofon aufsuchen, so daß ich gar nicht mehr mitbekomme, wenn ein neuerlicher Killerkäferraubzug stattfindet.

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