0915 a.m. – auf Bochumer Hauptbahnhof gewesen, Brötchen und Latte Macchiato gekauft.

0920 a.m. – festgestellt, daß mein ICE, der 0935 a.m. fahren sollte, 160 Minuten Verspätung hat.

0925 a.m. – es mir im Bahnhofsgebäude auf einer Bank mit dem Latte gemütlich gemacht und begonnen, die letzten 150 Seiten der Millennium-Trilogie zu lesen.

1015 a.m. – mit nur fünf Minuten verspätetem IC nach Westerland / Sylt bis Dortmund gefahren, um dort in den mit 25 Minuten verspäteten IC nach Leipzig einzusteigen (planmäßig 1028 a.m.).

0308 p.m.Millennium-Trilogie beendet mit dem starken Drang, eine Fortsetzung zu schreiben. Stieg Larsson ist tot, hatte jedoch noch drei weitere Millennium-Bände in Planung, seither aber sitzt seine Witwe auf den Exposés und rückt sie nicht heraus, um interessierte Schriftsteller die Bücher im Stieg-Larsson-Stil schreiben zu lassen. Meine Fragen, denen ich in Unkenntnis der Exposés nachgehen würde, sind:

–  Wie entwickelt sich Lisbeths Freundschaft zu Mikael weiter, nachdem sie ihn wieder in ihr Leben gelassen hat?
–  Wie entwickelt sich Lisbeths Freundschaft / Verhältnis zu Mimi weiter?
–  Werden Mikael und Monica tatsächlich eine Beziehung führen?
–  Wird Jeremy MacMillan tatsächlich als Lisbeths Vermögensverwalter hinwerfen, sobald er 10Millionen Gewinn gemacht hat, und wie wird sie dann mit ihren Finanzen weiter verfahren?
–  Was passiert mit dem Nachlaß von Lisbeths Vater Alexander Zalatschenko; wird ihn Lisbeth tatsächlich verkaufen und das Geld wohltätigen Organisationen vermachen und wenn ja, welchen?

Das sind nur wenige Hauptfragen, die mir spontan in den vergangenen fünf Minuten gekommen sind, was bereits darauf hindeutet, daß Larsson in der Tat vorhatte, Millennium keine Trilogie werden zu lassen, sondern vielleicht so etwas wie eine Reihe ähnlich Inspektor Wallander mit einem Hauptheld – oder auch zweien, die auf besondere Weise miteinander verbunden sind und am Ende von Band Drei gerade begonnen hatten, wieder zu einer entspannten Beziehung zueinander zu finden.

0440 p.m. – kurzer Einwurf: nachdem ich soeben in einen IC von Frankfurt / Main kommend nach Dresden Hbf fahrend eingestiegen bin, habe ich über die Zugansage ein weiteres Wort für meine Sammlung „sinnloses Bahnvokabular“ aufgeschnappt habe:

Snackpoint, der, Ort in einem Fortbewegungsmittel der Deutschen Bahn AG, an dem man allerlei überteuerte Knabbereien und Getränke erstehen kann.

0540 p.m. – Ankunft und Ausstieg aus Zug auf dem Dresdner Hauptbahnhof. Nachdem ich keinerlei Lust verspüre, mir selbst ein Abendbrot zu basteln, hole ich mir bei Subway im Bahnhof ein Putensandwich. Dies ist erst mein drittes Sandwich überhaupt, das ich bei dieser Kette erwerbe. Zum ersten Mal habe ich in Kiel eines von Henning B. spendiert bekommen; zum zweiten Mal gab es ebenfalls ein Putensandwich vor zwei Tagen, als ich ohne Umsteigen von Dresden nach Bochum gefahren bin.

0600 p.m. – zu Hause.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s