Der Beginn der Sommerexkursion 2011 nach Kleve und Xanten begann wie üblich auf dem Bochumer Hauptbahnhof, Punkt 11 Uhr. 11:25 Uhr sollte unser Zug fahren, und ich brauchte noch eine Fahrkarte. Selbstverständlich wollte ich direkt eine Hin- und Rückfahrt kaufen, daß ich die lästigen Tickets von meiner To-Do-Liste streichen konnte. Doch dieser schöne Plan wurde direkt am Automaten über Bord geworfen, als dieser weder meine Kredit- noch meine Bankkarte akzeptierte. Mich fragend, mit welchen Großeinkäufen ich beide Konten wohl überzogen haben könnte, kaufte ich mit den mir verbliebenen elf Euro zerknirscht nur die Hinfahrt nach Kleve. Später hat sich dann herausgestellt, daß ich auf beiden Konten noch locker im Soll war, nur die Deutsche Bahn wollte meine Karten nicht (und möglicherweise von sämtlichen Kunden über eine bestimmte Zeit) – bis ich im Zug dazu kam, meine Roy Keane-Lektüre fortzusetzen, hat es jedenfalls eine Weile gedauert, was vordergründig nicht daran lag, daß die meisten Studenten “Wer bin ich?” gespielt haben, sondern lediglich daran, daß ich mir Gedanken darüber gemacht habe, von wem ich mir wieviel Geld leihen soll.

In Kleve angekommen, begann es prompt zu regnen, doch glücklicherweise standen die beiden Busse, die uns zur Rinderner Wasserburg bringen sollten – anders als im vergangenen November – bereits vor dem Bahnhof. Doch pünktlich zu unserer ersten Erkundung – namentlich der Fontana Miranda – blinzelte die Sonne durch die dichte Wolkendecke und drückte selbige im Laufe des Tages und Abends schließlich fast vollständig zur Seite, auch wenn der Regen dann und wann noch kurz sein Recht einforderte.

Dem aufmerksamen Leser dieses Blogs wird diese Übersicht bekannt vorkommen, war ich doch im vergangenen November nicht nur bereits dort, sondern habe auch ausführlich darüber berichtet. Die Bilder wären also die gleichen, nur etwas grüner, frischer, und die Springbrunnen waren diesmal angestellt. Ansonsten soll folgendes Bild von vier meiner Studentinnen zeigen, wie die Stimmung im Grunde die gesamte Zeit über war:

Genau: die Stimmung war die vollen drei Tage über sehr angenehm. Nirgends und von keinem Studenten habe ich Murren oder Desinteresse vernommen. Im Gegenteil; die beiden Gruppen waren spätestens am ersten Abend kaum noch voneinander zu trennen. Wo sich die Studenten beim abendlichen gemütlichen Beisammensein gerne in kleinere Grüppchen teilen und den gesamten Komplex der Wasserburg in Beschlag nehmen, waren ausnahmslos alle in dem kleinen Partyraum zu finden: tanzend, sich unterhaltend, lachend und natürlich trinkend. Es gab kein böses Wort oder unschöne Szenen. Es klingt vielleicht langweilig, aber das war es nicht. Die einzige nennenswerte “Ausfälligkeit” bestand darin, daß ein oder zwei noch halb gefüllte Bierflaschen, die am Boden abgestellt waren, unabsichtlich mit dem Fuß umgestoßen wurden (oder daß Andrzejs mitgebrachte polnische Ska-Musik nicht unbedingt meinen Geschmack traf, aber das ist eine ganz andere Sache!).

Nach der Fontana Miranda ging es das kurze Stück zum Moritz-Grab mit dem Bus, wo es die dort angesiedelten Weberknechte besonders auf den Caelius-Stein abgesehen hatten (wovon ich allerdings kein Bild mehr machen konnte, weil der Busfahrer uns kaum Zeit ließ; mein Vorhaben, von diesem Grab endlich Bilder in annehmbarer Helligkeit zu machen, konnte ich also nicht umsetzen).

Nach dem Abendessen (Haselnußbrot ist extrem lecker!) sollte der Tag schließlich im Partyraum ausklingen. Davor habe ich allerdings noch eine kleine Photosession an dem Teich an der Wasserburg eingeschoben, auf dem – wieder anders als im Winter – drei Ruderboote lagen):

Ich habe dieses kleine, verpixelte, kaum lesbare Bildchen noch mit drangehängt, um klar zu machen, daß es gut gemeinte Hinweisschilder gibt, deren Beachtung einen gewissen Nutzen haben, jedoch so klein sind, daß sie scheinbar kaum jemand beachtet (oder einfach viel zu freundlich formuliert sind). Wer es nicht lesen kann – das Schild sagt: Bitte die Paddel nach dem Bootfahren nicht im Wasser hängen lassen! Danke. Nun sieht man aber in den beiden ersten Bildern sehr gut, daß sich das Paddel des blauen Kahns fast bis zur Hälfte im Wasser befindet. Zur Verteidigung unserer Truppe kann ich aber sagen, daß unsere Regatta erst am Tag darauf stattgefunden hat!

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