In genau einer Woche ist es wieder soweit: NaNoWriMo 2012 beginnt. Und das bedeutet für viele tausend Autoren und Schreiberlinge rund um den Globus: 30 Tage lang 50.000 Wörter schreiben, also mindestens 1.667 Wörter pro Tag. Über die Idee, den Plot habe ich mir bisher kaum Gedanken gemacht, nur daß ich diesmal dachte, ich könnte eigentlich dreißig Kurzgeschichten schreiben, jede ein zu Papier gebrachter Traum, der mich nachts heimsuchte. Dafür jedoch hätte ich über das vergangene Jahr verteilt mehr als die bisherigen drei Träume sammeln müssen. Und da es bereits rechnerisch nicht mehr möglich ist, in noch sechs Nächten mindestens 27 Träume anzusammeln, die ich morgens auch noch erinnere, habe ich diese Idee heute Nachmittag verworfen.

Eine neue Idee flog mir nämlich geradewegs zu, als ich mich auf einen kleinen Spaziergang begeben habe, um am etwas hoch gelegenen Südrand Dresdens in einem größeren Kaufhaus nach meiner präferierten Earl-Grey-Teesorte zu fahnden. Den Tee habe ich leider nicht gefunden, statt dessen aber ein Stück verwilderte Natur, die in den Herbstfarben sehr verwunschen und abenteuerlich aussah:

Ich stellte mir vor, daß dieser kleine Flecken eine Art Schnittpunkt für mehrere Dimensionen und daß der große einzeln stehende Baum als eine Art Fahrstuhl zu den einzelnen alternativen Realitäten sein könnte. Weiterhin stellte ich mir vor, daß ein Individuum — wie ich neugierig geworden — den Baum untersucht, den Eingang findet und dann in eine andere Dimension transportiert wird. Als er wieder aus dem Baum heraustritt, scheint zunächst alles wie vorher zu sein, doch je weiter er in die Zivilisation zurückkehrt, stellt er fest, daß sich einiges verändert hat. Irgendwann stellt er fest, daß er sich nicht mehr in seiner eigenen Welt befindet und beschließt, zu dem Baum zurückzukehren, alles erneut so zu machen wie schon einmal, als er zum ersten Mal in dem Baum war. Doch als er wieder heraustritt, ist alles noch viel schlimmer: zwei Dimensionen scheinen sich nun vermischt zu haben oder ein anderes Ereignis aus der Geschichte hat zu einem alternativen Abschluß geführt, der wiederum neue Möglichkeiten entstehen ließ, die in der Zeitlinie des Protagonisten noch gar nicht möglich waren.

Beim Ende bin ich mir noch unschlüssig, aber gerade was Geschichte und Stadtbetrachtung angehen, denke ich, daß ich da gut was zusammenschreiben kann. Außerdem ist das was-wäre-gewesen-wenn in der Geschichte immer ein lohnender Gedanke, der auch in der Wissenschaft gerne mal diskutiert wird, dem ich hier also mein ganzes Wissen aus mehr als 3.000 Jahren Historie widmen kann.

PS.
Einen Tag später war ich nochmal da — diesmal etwas früher –, um mich diesmal dieser fast unwirklich wirkenden Gegend intensiv zu widmen. Das Ergebnis waren vier kleine Filme und ein paar weitere Bilder, die ich wieder ebenso unwirklich verändert habe wie die bereits gezeigten:

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