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Protected: Antwort der Deutschen Bahn auf meinen Offenen Brief vom 30. April 2012

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Offener Brief an die Deutsche Bahn AG (Die Bahn)

Es war am schönen Ostermontag, als ich mich von meinen Eltern wieder nach Hause aufmachen wollte: mit der Bahn. Wie gewöhnlich. Würden meine Eltern etwa in Hamburg wohnen und ich in Berlin, so hätte ich sicher eine angenehme Fahrt im ICE verlebt, hätte mich auf einen gemütlich gepolsterten Platz setzen können, vielleicht sogar mit Tisch vor mir, ansonsten aber auf jeden Fall mit einer Ablageklappe vom Rücksitz des vor mir plazierten Sitzes. Wenn ich mit dem Zug fahre, lese ich sehr gerne, nur leider kann man das heutzutage meist nur noch im ICE, und das ist auch der Grund, weshalb ich diesen offenen Brief schreibe.

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Eine kleine Nachlese: Meine letzte Zugfahrt von Bochum nach Dresden (10. Februar 2012)

Als wenn die endgültige Rückfahrt von Bochum nach Dresden nicht schon schlimm genug gewesen wäre, mußten in Kassel auch noch zwei Schwule einsteigen, die wirklich eine Schande für ihre sexuelle Orientierung waren. Man hätte meinen können, man hätte vierjährige Kinder hinter sich sitzen, aber das zu sagen ist wohl eine Beleidigung für alle vierjährigen Kinder.

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Der Geologe aus Kassel

Zuweilen, wenn einige Zufälle an einem Tag oder zu einem Ereignis zusammen kommen, möchte man gerne an Schicksal glauben. So auch ich gestern, als ich mit einem debilen Lächeln im Gesicht diesen Freitag, den 13. auf meinem heimischen Sofa noch einmal Revue passieren lassen habe.

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NaNoWriMo 2011 is finally finished

Und genau aus diesem profanen Grunde schreibe ich auch diesen Eintrag, um mich an dieses Großereignis auch später noch erinnern zu können (spätestens im nächsten Jahr, wenn ich NaNoWriMo 2012 beendet haben werde). Zu finden ist der 25. Tag hier und alle Vorgängertage am besten über die Tags an der rechten Seite. Wer will, kann aber auch auf die schmucke PDF-Ausgabe warten, die es demnächst zu erwerben gibt. Wer sie gerne hätte, der meldet sich einfach über einen Kommentar.

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Estland und die Burgruine Brandenburg

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, diesen Eintrag nicht mit “eigentlich” zu beginnen, was nämlich bedeuten würde, daß ich mit meinen Plänen grandios gescheitert wäre. Und so ist es auch. Eigentlich also hatte ich mir vorgenommen, im durchgehenden IC von Bochum nach Dresden mein Laptop aufzuschlagen, um meine heutigen Erlebnisse ohne handschriftlichen Zwischenschritt sofort von der Tastatur aufs digitale Blatt zu transferieren.

Ich setzte mich also in Bochum auf einen Platz einer Vierergruppe, die für Altenbeken bis Kassel-Wilhelmshöhe reserviert war, in der vagen Hoffnung, daß die Reservierthabenden in Altenbeken einfach nicht auftauchen würden. Dem war aber leider nicht so, weshalb ich also in Altenbeken raus auf den Gang mußte (weil ansonsten beinahe jeder Platz besetzt war) und dort weitergelesen habe. Kassel-Wilhelmshöhe war ja schließlich nur zwei Haltestellen entfernt – da würde ich mich einfach wieder zu der Vierergruppe bewegen, nachdem dort alle Aussteiger ausgestiegen und bevor alle Einsteiger eingestiegen sind.

Leider hatte ich dabei nicht damit gerechnet, wie sehr die Einsteiger nach einem Sitzplatz gierten. Ich kam gerade noch dazu, meine Laptoptasche  zu packen, doch noch bevor ich meine Kraxe über die Schultern werfen konnte, war die Meute bereits in den Wagen auf meine freien Plätze gewalzt.

Nach einem kurzen Frustflash offenbarten sich mir jedoch zwei weitere Optionen: 1) Auf dem Gang des angrenzenden Wagens, wo genug Platz für einen Kinderwagen war (bevor ich mich dort breitgemacht hatte), entdeckte ich eine etwas altmodisch aussehende Steckdose, die sich jedoch als unbrauchbar erwies, als ich mein Laptopkabel hineinpflanzte. Eine Verbindung zum Stromnetz wäre also möglich gewesen, ohne Strom allerdings war es dasselbe wie ein menschlicher Körper ohne Blut: tot, genau. Also weiter zu Option 2) den Tag handschriftlich aufpinseln und dann später viel schneller abtippen, weil man sich schließlich keine Gedanken mehr darüber machen muß, was man eigentlich schreiben wollte. Und letzteres ist genau das, was ich gerade mache, neben ab und zu aus dem Fenster zu schauen und nach Sehenswürdigkeiten für verwackelte Minutenfilme Ausschau zu halten. Die Ruine kurz vor Eisenach habe ich bereits erwischt:

Es handelt sich dabei um die Burgruine Brandenburg, wie ich — mittlerweile bereits wieder zu Hause — über Google Maps herausgefunden habe:

Kartenansicht der Burgruine Brandenburg bei Eisenach

Buchenwald sollte ich vor dem Sonnenuntergang noch schaffen. Aber vielleicht verrechne ich mich da auch gerade. Wobei ich mich heute ganz und gar nicht verrechnet habe, war meine Annahme, daß ich auf die Frage an meine Studenten, ob sie noch handschriftliche Briefe schreiben und verschicken würden, als Antwort nur ein jammervolles Schweigen sowie verständnislose Blicke erhielt. Die positivste Antwort kam von einer Studentin, die bis vor drei Jahren noch eine Brieffreundschaft gepflegt hat, dicht gefolgt von den Briefen zu Weihnachten eines Studenten. Ansonsten konnte sich jedoch niemand daran erinnern, überhaupt je einen Brief geschrieben zu haben.

Die Generation Facebook gibt nur noch Statusmitteilungen ab, das aber aller fünf Minuten. Längere, zusammenhängende Texte sind out. Man könnte schließlich etwas verpassen — also die unzähligen Statusmitteilungen seiner 973 Freunde bei Facebook –, wenn man sich rund eine Stunde damit beschäftigen würde, etwa fünfzig Statusmitteilungen des vergangenen Tages aneinanderzureihen. Facebook könnte bei der Erinnerung helfen, daß man ja nichts vergißt, aber wozu alles doppelt aufschreiben? Deshalb schreibt ja auch kein Mensch mehr mit der Hand. Wozu auch?

Die Net- und Notebooks unserer Tage sind elektronisch und mittlerweile so klein wie früher ein Notebook auf Deutsch: ein Notizbuch, mit richtigen Seiten zum blättern aus Papier. In so ein Notebook paßt auch viel mehr rein als in ein Notizbuch. Das denkt man so lange, bis der Akku runter oder — noch viel schlimmer — die Festplatte Schrott ist. Dann sollte man vor wenigstens fünf Minuten seinen gesamten Notebookinhalt noch irgendwo sonst gespeichert haben — bestenfalls auf einen Stick, der ein bißchen so aussieht wie ein altmodischer Stift, den man früher dafür brauchte, die eigene Sauklaue zu Papier zu bringen. Man kann auch alles auf CDs brennen, doch wenn man das aller paar Tage macht, ist die Wegrationalisierung des Notizbuchs nicht wirklich eine Verbesserung, ganz zu schweigen von etwaiger Platzersparnis.

Gerade ist mein Zug an Buchenwald vorbeigefahren, ohne daß ich ein Bild oder einen Videobeweis hätte machen können. Es ist in der Tat mittlerweile viel zu dunkel, so daß ich bestenfalls mein eigenes Spiegelbild knipsen könnte. So habe ich von dieser Fahrt lediglich ein verwackeltes Video einer realiter wirklich hübschen Ruine — sehr enttäuschend!

Definitiv nicht enttäuschend war heute die Auslosung der Play-offs zur Euro 2012. Während ich nach meinem Seminar an zwei Computern gleichzeitig hantierte (an meinem habe ich die Lawrence-Briefe bis einschließlich 1926 ausgedruckt; an Kathrins die beiden Lexikonartikel zur Epistolographie eingescannt), schaute ich mit einem Auge immer mal wieder auf die UEFA-Live-Grafik, und just als ich die letzte Seite eingescannt hatte, ploppte Estland im Fenster auf, während das Spiel Türkei vs Kroatien bereits feststand.

Ich wollte unbedingt Estland als irischen Gegner, weil mir das von den vier möglichen Gegnern Türkei, Tschechien, Bosnien und eben Estland der am niedrigsten gesetzte und damit scheinbar leichteste und hoffentlich bezwingbare Gegner schien. Also saß ich vor dem Bildschirm, brüllte ihn stumm an, daß er endlich Irland aufploppen sollte, und als er es schließlich tat, hätte ich beinahe das gesamte GA-Gebäude zusammengebrüllt.

Das Losglück war diesmal also mit Irland — wenn sie das jetzt noch (also Mitte November) versemmeln, dann haben sie es einfach nicht verdient, bei der Endrunde in Polen und der Ukraine dabei zu sein, und ich will bei den beiden Play-off-Spielen auch keine kontroversen Entscheidungen zugunsten Irlands sehen — egal wieviel John Delaney der UEFA gezahlt haben mag. Wird ja wohl drin sein für die Iren, in zwei Spielen mehr Tore zu schießen als die Esten!