Trotz kryptischem Titel und bisher üblicherweise in dieser THESIS-Kategorie verwendeter englischer Sprache (auch wenn dies bisher noch sehr wenig ist) beschreibe ich diese Unterseite mit der Sprache, in der auch die Dissertation erscheinen wird: in Deutsch.

Bei dem kryptischen Titel handelt es sich um zwei (der üblicheren) Varianten der Transkription des np. / mp. Begriffs für den sogenannten ‘Glücksglanz’ des sāsānidischen Königs. Dieses xvarna existierte dabei wohl in Abstufungen: auch Priester, Magier, Adelige und Mitglieder der königlichen Familie konnten dieses Attribut besitzen, das des Königs war allerdings ein besonderes, was mächtiger war als alle anderen und über das gesamte Reich ausstrahlte, vor allem auf seine Bewohner. So kämpfte der König beispielsweise in kriegerischen Auseinandersetzungen nicht selbst mit, sondern überwachte vielmehr aus erhobener Stellung das Geschehen, beschützt von seiner Leibwache. Doch sein xvarna bestimmte gewissermaßen den Ausgang der Schlacht: bei einem besonders guten König sorgte es dafür, daß seine Soldaten umso stärker wurden und den Gegner schneller und leichter besiegen konnten, mit geringeren Verlusten.

Auch moralisch gute Attribute verlieh das xvarna dem König, und in spätsāsānidischer Zeit ebenso ein beinahe unterwürfiges Verhalten zum Adel. Wenn ein König im späten 6. Jahrhundert n.Chr. also höhere Abgaben von den Adligen forderte, wenn er gar die Armen begünstigte, dann war das keineswegs mehr ein moralisch gutes Verhalten und die Adligen konnten zu dem Urteil gelangen, daß den König sein xvarna verlassen habe. In diesem Falle hatten sie das Recht, den König abzusetzen und einen neuen, in dem das xvarna nun zum Vorschein kam, auf den Thron zu befördern.

Da dieser ‘Glücksglanz’ ganz elementar mit den von mir näher zu untersuchenden sāsānidischen Thronwechseln zusammenhängt, widme ich ihm diese Seite für sämtliche Literatur, die ich zu diesem Thema finde.


Quellen:


Lexikonartikel:

  • Gherardo Gnoli, Art. Farr(ah), Encyclopaedia Iranica 9,3 (1999), 312-319.


Sekundärliteratur:

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